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Salafismusprävention; Beantragung einer Förderung für ein kommunales Netzwerk

In der Prävention spielt die Arbeit auf kommunaler Ebene eine besondere Rolle. In den Städten und Gemeinden kann man viele wichtige Akteure erreichen, gewinnen und sensibilisieren – z. B. Schulen, Sozial- und Jugendarbeit, Polizei, Politik und alle, die Bezug zum Thema haben. Das Bayerische Sozialministerium als Mitglied des "Bayerischen Netzwerks für Prävention und Deradikalisierung gegen Salafismus" fördert deswegen den Aufbau kommunaler Präventionsnetzwerke.

Beschreibung

Zweck

Ziel des "Bayerischen Netzwerks für Prävention und Deradikalisierung gegen Salafismus" ist es, möglichst flächendeckend Maßnahmen zur Prävention und Deradikalisierung anzubieten und die verschiedenen Akteure vor Ort miteinander zu vernetzen. Die kommunale Ebene ist dabei von großer Bedeutung, weil hier eine Vielzahl an Akteuren erreicht, sensibilisiert und vernetzt werden kann. Dadurch wird gewährleistet, dass die landesweiten Beratungsangebote vor Ort bekannt gemacht und gezielt in der Arbeit vor Ort genutzt werden.

Radikale Einstellungen fallen selten erst durch gewalttätiges Verhalten auf, sondern sind oft sehr früh im Alltagsverhalten zu erkennen. Lokale Netzwerke mit Akteuren aus den Bereichen Schule, Sozial- und Jugendarbeit, Polizei und Politik müssen daher in die Lage versetzt werden, "Symptome" von Radikalisierung frühzeitig zu erkennen und Jugendliche gemeinsam vor einer möglichen Radikalisierung zu schützen.

Es ist geplant, die kommunale Vernetzung im Bereich der Prävention weiter auszudehnen.

Gegenstand

Gegenstand der Förderung ist die Vernetzung der Akteure vor Ort sowie Erhebung und Förderung von lokalen Maßnahmen zur Salafismusprävention.

Zuwendungsempfänger

Antragsberechtigt sind kommunale Gebietskörperschaften (Städte und Landkreise).

Zuwendungsfähige Kosten

Gefördert werden können nach Absprache Sach-, Personal- und Verwaltungskosten.

Art und Höhe

Fehlbedarfsfinanzierung: bis zu 80.000,00 Euro bei Erbringen eines angemessenen Eigenmittelanteils.

Voraussetzungen

Es muss

  • ein Antrag mit dem zur Verfügung gestellten Muster gestellt werden und
  • bei der Finanzierung des kommunalen Netzwerkes ein Eigenanteil von mindestens zehn Prozent der förderfähigen Ausgaben durch Eigenmittel erbracht werden.

 

Verfahrensablauf

Es kann Kontakt zur Organisationseinheit "Radikalisierungsprävention"  im Bayerischen Staatsministerium für Arbeit und Soziales, Familie und Integration aufgenommen werden, um das Interesse und die Möglichkeiten einer etwaigen Förderung abzuklären.

Bei gegenseitigem Einvernehmen wird das Formular zur Förderung zugesandt.

Der Antrag ist schriftlich einzureichen, die Anlagen zum Antrag auszufüllen.

Für Rückfragen steht die Organisationseinheit "Radikalisierungsprävention" im Verfahren stets zur Verfügung.

Besondere Hinweise

Das kommunale Netzwerk gegen Salafismus wird ein Partner in "Bayerns Netzwerk zur Prävention und Deradikalisierung gegen Salafismus". Der Projektträger wird entsprechend zu Veranstaltungen, Vernetzungstreffen usw. eingeladen. Der ständige Austausch mit dem bayernweiten Netzwerk wird erwartet.

Fristen

keine

Bearbeitungsdauer

etwa eine Woche

Kosten

keine

Rechtsbehelf

Verwaltungsgerichtsprozess

Verwaltungsrechtliche Klage

Stand: 26.11.2018

Redaktionell verantwortlich: Bayerisches Staatsministerium für Familie, Arbeit und Soziales

Für Sie zuständig

Für die Kontaktdaten der zuständigen Stelle und ggf. lokal gültige Informationen wählen Sie bei "Vor Ort" einen Ort aus.

 
 

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