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Betreuungsverein; Beantragung der Anerkennung - BayernPortal

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Betreuungsverein; Beantragung der Anerkennung

Ein Betreuungsverein der Menschen aufgrund gerichtlicher Anordnung betreut und rechtlich vertritt, muss staatlich anerkannt werden.

Beschreibung

Betreuungsvereine übernehmen im Betreuungswesen eine wichtige Aufgabe. Sie bemühen sich u. a. darum, ehrenamtliche Betreuerinnen, Betreuer  und diverse Betreuer*innen zu gewinnen, sie in ihre Aufgaben einzuführen und fortzubilden sowie Bevollmächtigte bei der Wahrnehmung ihrer Aufgaben zu beraten und zu unterstützen. Sie informieren auch planmäßig über Vorsorgevollmachten und Betreuungsverfügungen.

Voraussetzungen

Ein rechtsfähiger Verein kann als Betreuungsverein anerkannt werden, wenn er gewährleistet, dass er

  • eine ausreichende Zahl geeigneter Mitarbeiter hat und diese beaufsichtigen, weiterbilden und gegen Schäden, die diese anderen im Rahmen ihrer Tätigkeit zufügen können, angemessen versichern wird,
  • sich planmäßig um die Gewinnung ehrenamtlicher Betreuer bemüht, diese in ihre Aufgaben einführt, sie fortbildet und sie, sowie Bevollmächtigte bei der Wahrnehmung ihrer Aufgaben berät und unterstützt,
  • planmäßig über Vorsorgevollmachten und Betreuungsverfügungen informiert,
  • einen Erfahrungsaustausch zwischen den Mitarbeitern ermöglicht.

Darüber hinaus muss die Leitung der Betreuungsarbeit einer oder mehreren nach Ausbildung oder Berufserfahrung geeigneten Fachkräften übertragen werden, die nicht in einem Abhängigkeitsverhältnis oder einer anderen engen Beziehung zu Einrichtungen stehen, in denen Personen, für die ein/e Mitarbeiter*in/diverser Mitarbeiter des Vereins als Betreuer*in/diverser Betreuer bestellt ist, untergebracht sind oder wohnen.

Der Betreuungsverein muss sich verpflichten, der Anerkennungsbehörde jährlich einen Tätigkeitsbericht vorzulegen, der insbesondere Auskunft über Zahl und Art der übernommenen Betreuungen sowie die Zahl der vom Verein in ihre Aufgaben eingeführten, fortgebildeten und beratenen ehrenamtlichen Einzelbetreuer*innen/diversen Einzelbetreuern gibt und Kosten sowie Finanzierung der Verwaltungs- und Betreuungsarbeit darstellt.

Verfahrensablauf

Sie können den Antrag mit einem formlosen Schreiben an die Regierung senden in deren Bezirk der Verein seinen Sitz hat.

Besondere Hinweise

  • Die Anerkennung kann räumlich begrenzt werden.
  • Die Anerkennung ist widerruflich und kann unter Auflagen erteilt werden.
  • Es ist jährlich ein Tätigkeitsbericht vorzulegen.
  • Über die genannten Pflichtaufgaben hinaus kann auch im Einzelfall bei der Errichtung von Vorsorgevollmachten beraten werden.

Erforderliche Unterlagen

  • Erforderliche Unterlage, bayernweit: Konzept über die Planung der Aufgabenerfüllung
  • Erforderliche Unterlage, bayernweit: Vereinssatzung
  • Erforderliche Unterlage, bayernweit: Versicherungsnachweis
  • Erforderliche Unterlage, bayernweit: Gemeinnützigkeitsbescheinigung
  • Erforderliche Unterlage, bayernweit: Nachweis über Anzahl, Ausbildung und Berufsweg oder sonstige Befähigungen der hauptamtlichen Mitarbeiter/innen und Diversen
  • Erforderliche Unterlage, bayernweit: Polizeiliches Führungszeugnis für jede/n Mitarbeiterin/Mitarbeiter/Diversen bzw. Bestätigung des Vereins, dass ein solches ohne Eintragung vorliegt

Formulare

  • Vorausfüllbares Formular - Empfängerdaten werden nach der Ortsauswahl eingetragen, bayernweit: Formloser Antrag (mit Unterschrift)

    Dieses Formular müssen Sie mit Ihrer Unterschrift bei der zuständigen Stelle einreichen. Sie können es entweder handschriftlich unterschrieben per Post bzw. Fax an die zuständige Stelle übermitteln oder mit Ihrer qualifizierten elektronischen Signatur per (verschlüsselter) E-Mail. Sofern die zuständige Stelle über eine De-Mail-Adresse verfügt, können Sie das Formular auch über Ihr De-Mail-Konto als absenderbestätigte Nachricht versenden.

    Dieser Assistent unterstützt Sie bei der Erstellung eines formlosen Schreibens, wenn die zuständige Stelle kein Antragsformular zur Verfügung stellt.

  • Vorausfüllbares Formular - Empfängerdaten werden nach der Ortsauswahl eingetragen, bayernweit: Tätigkeitsbericht Betreuungsgesetz (BtG) nach Art. 3 Nr. 2 des Gesetzes zur Ausführung des Betreuungsgesetzes (AGBtG)

    Dieses Formular müssen Sie mit Ihrer Unterschrift bei der zuständigen Stelle einreichen. Sie können es entweder handschriftlich unterschrieben per Post bzw. Fax an die zuständige Stelle übermitteln oder mit Ihrer qualifizierten elektronischen Signatur per (verschlüsselter) E-Mail. Sofern die zuständige Stelle über eine De-Mail-Adresse verfügt, können Sie das Formular auch über Ihr De-Mail-Konto als absenderbestätigte Nachricht versenden.

Kosten

keine

Rechtsgrundlagen

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Stand: 31.07.2021

Redaktionell verantwortlich: Bayerisches Staatsministerium für Familie, Arbeit und Soziales

Für Sie zuständig

 
 

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